Fortbildungen zum Thema Demenz 2016


Alle Fortbildungen finden Freitags statt.
Anfang: 13:00 Uhr
Ende: 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Link zu Google Maps

TAGEN WO ANDERE URLAUB MACHEN
Technologiepark Warnemünde GmbH
Friedrich-Barnewitz-Str. 5
18119 Warnemünde

Hinweis:
Alle Schulungen können auch als Inhouseschulungen gebucht werden.
Bitte wenden Sie sich an uns.


Themen:


Thema: Basiswissen Demenz (Krankheit/ Verlauf/ Ursachen/ Diagnosen)


Demenz, was ist das?
Hier könnte man ganz einfach die Definition bemühen:

De = weg - mens = vom Verstand.

Und hier genau beginnt das Dilemma.
Wir können vieles nachlesen und uns Wissen aneignen; allein dieses Wissen verschafft uns keine Kenntnis über diese Erkrankung. Erst in der Reflexion mit unseren Erfahrungen, Erlebnissen, Ängsten und Auseinandersetzungen im täglichen Pflegealltag könnte verständlicher werden, was es bedeutet mit Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, das Umfeld zu teilen.

Diese Fortbildung bietet Raum, sich über das Basiswissen der Demenzerkrankung in einen reflektiven Austausch mit allen Teilnehmenden zu begeben, um das Grundlagenwissen zu überprüfen, neue Ideen und Anregungen in den Pflegealltag zu transportieren und um Handlungssicherheit zu stärken.


Thema: Wahrnehmungsebenen von Menschen mit Demenz


Die Frage ist: Wie genau erleben Menschen, die an der Demenz erkranken in zunehmenden Maße ihr Umfeld - sich selbst, andere Menschen und die Reaktionen, die sie auf ein "Anderswerden" tagtäglich erfahren?
Das Problem für Menschen mit Demenz ist, auch wenn sie wollten, sie verlieren ihre gewohnte Art, alltägliche Probleme zu lösen, selbst diese, die früher gar kein Problem darstellten. Der Verlauf der Krankheit ist "schleichend", manchmal "sprunghaft", der nächste Tag ist wie eine "neue Welt", alles anders.

In diesem Seminar erleben Sie, wie es sich anfühlen könnte, in die Welt der Demenz einzutauchen…aus den Augen der Menschen mit dieser Erkrankung zu schauen. Danach wägen Sie für sich persönlich ab, ob sie diese Erfahrungen bis an Ihr Lebensende erfahren könnten. Daraus ergibt sich dann Ihre innere Haltung, welche Auswirkung auf Ihr Handlungsverhalten haben wird. In Selbsterfahrungsprozessen, die einfühlend durch die Dozentin begleitet werden, tauchen Sie (nur kurz) in die "Anderswelt" der Erlebenswelt von Menschen mit Demenz ein.

Thema: Kommunikation mit Demenzerkrankten


Um gut miteinander auszukommen, ist es wichtig zu VERSTEHEN, was mein Gegenüber sagt; ist es wichtig, dass das Gesagte von anderen auch VERSTANDEN wird.

Aber was geschieht, wenn die Sprache verloren geht, die Worte fehlen?
Die Demenzerkrankung wird im Verlauf von Wortfindungsstörungen begleitet, die es Erkrankten erschwert, ihre Wünsche zu äußern.
Das fordert das Umfeld heraus und bringt die Gesprächspartner in "Verstehens-Not".

In diesem Seminar erfahren Sie im Austausch mit den Teilnehmenden, wie Kommunikation mit Demenzerkrankten zu beiderseitigem Wohlbefinden beitragen kann, um so gelingende Kommunikation im Pflegealltag zu fördern.

Thema: Interaktive Kommunikation mit Demenzerkrankten


Wo Worte alleine nicht mehr zum Verstehen beitragen, brauchen pflegende Begleiter ein Handwerkszeug, das sie befähigt, Kontakt auch ohne Worte herzustellen.
Menschen mit Demenz streben wie wir alle danach, in Kontakt zu sein, Nähe herzustellen, Bestätigung zu bekommen und zu fühlen, dass sie RICHTIG sind.
Dafür nutzen sie ein großes "Kontakt-Potpourri" als Strategie. Allein es liegt an uns, die Wahrnehmung zu schulen, Zeichen, Töne, Gesten, Körperhaltungen zu erkennen und zu nutzen, um Wohlgefühl für alle Interaktionspartner zu erzeugen.

Dieses Seminar lädt Sie ein, im Austausch und Interaktion mit den Teilnehmenden, alle "Kontaktdrähte" zu erkennen, ihre Wirksamkeit zu fühlen, auszuprobieren und im Pflegealltag bereichert, mit Demenzerkrankten (nicht nur) in Kontakt zu sein.

Thema: Umgang in "schwierigen" Situationen


Menschen mit Demenz reagieren, wie sie sich gerade fühlen. Eine Selbstreflektion über ihr eigenes Verhalten ist kaum oder nur wenig vorhanden. Das heißt, wenn es "schwierig und herausfordernd wird", liegt es eher an uns, den Begleitenden. Um "schwierige" Situationen zu meistern, ist es wichtig zu erfahren, was genau für uns so "schwierig" ist, was es auslöst und wie wir unsere aufsteigende Gefühle wie Wut, Aggression, Angst, Ignoranz u.a. akzeptieren können, um Lösungsstrategien zu entwickeln, die im Pflegealltag allen Beteiligten zugute kommen.

In diesem Seminar erkunden die Teilnehmenden, was "schwierige" Situationen im Umgang mit Demenzerkrankten sind und wie man diesen begegnet, um im Pflegealltag mehr "Wohlfühlsituationen" herzustellen.

Thema: Besonderheiten beim Essen und Trinken bei Demenzerkrankten


Alltagspraktischer Umgang beim Essen, z.B. mit Besteck, geht im Laufe der Demenzerkrankung verloren. "Tischmanieren", Normen und Regeln haben keine Bedeutung mehr. Da wird eben die Kartoffel gerne mit den Händen vom Teller gefischt. Der flüssige Inhalt in durchsichtigen Gläsern wird verkannt und die "leckere Plastik-Deko" wandert in den Mund.

Pflegende Begleiter und auch Angehörige kommen da schnell mal an ihre "Wertegrenzen" und ein "Kleiderschutz" soll das "Schlimmste" verhindern, zu guter Letzt wird das Essen angereicht und die Selbstpflegeressourcen nicht mehr gefördert.

In diesem Seminar erfahren die Teilnehmenden, "Andersartigkeit" bei der Essens- und Getränkeaufnahme von Menschen mit Demenz als Ressource zu entdecken und was sie tun können um Verkennung und alltagspraktische Handicaps Demenzerkrankter kreativ und ressourcefördernd zu begleiten.

Thema:
Kontakt und Berührung, ein Grundbedürfnis von Menschen mit Demenz


In jeder Phase des Lebens sind Menschen auf Berührung angewiesen. Hautkontakt ist ein elementares Bedürfnis und wir müssen es immer wieder befriedigen. Ohne Berührung können wir nicht leben. Berührungen kommen zwar von außen, wirken aber vor allem nach innen. Sie erfassen den ganzen Körper, aber besonders gehen sie zu Herzen. Diese Sinneswahrnehmung ist elementar, und sie kommt deshalb gänzlich ohne Worte aus.
Manchmal sind Berührungen auch der Schlüssel zu einem Verständnis, dass sich zuvor mit Worten nicht einstellen wollte.

Menschen mit Demenz sind auf Berührung angewiesen, denn Gefühle werden nicht dement.

In diesem Seminar erfahren die Teilnehmenden, wie Berührungen im Kontakt mit demenzerkrankten Menschen als Brücke zum Verstehen genutzt werden können und warum es eine Krux ist, das dieses Wissen nicht schon längst als Kommunikationsform professionellen Eingang in die Begleitung demenzerkrankter Menschen gefunden hat.
Neuste Erkenntnisse aus der Neurobiologie werden auf den Umgang mit Demenzerkrankten übertragen und somit die Handlungskompetenz der Pflegenden erweitert.

Thema: Umgang mit Angehörigen


Warum ist dieses Thema für professionell Pflegende so wichtig? Genau, sie können sich "die Angehörigen" nicht wünschen. Angehörige gehören einfach zum Bewohner/Klienten/Patienten dazu. Das wurde lange Zeit nicht so wahrgenommen, schließen kümmern "wir professionellen Pflegerinnen" uns jetzt um ihre Lieben, da können die sich doch mal zurücklehnen, sich raushalten, abschalten….

Genau das tun Angehörige aber nicht. Sie mischen sich ein, wollen die Pflegearbeit bestimmen, überwachen, mitmachen, bis hin zur Kleidung, was gegessen wird und wann gebadet wird. Das schmeißt Pflegeplanungen oft durcheinander. Es kommt zu Konflikten und Missverständnissen, die keinem zugutekommen, schon gar nicht dem Menschen, der auf Umsorgung und ein entspanntes Umfeld angewiesen ist, weil er eben nicht einfach mal die Tür hinter sich schließen kann.

In diesem Seminar reflektieren die Teilnehmenden ihren Umgang mit Angehörigen, sie erfahren die unterschiedlichen Herausforderungen, denen pflegende Angehörige ausgesetzt sind. Welche "Gruppen von Angehörigen" es gibt und wie eine gelingende Einbindung von Angehörigen in den Pflegalltag gelingen kann. Angehörige als Ressource in Zeiten des Pflegenotstandes sind unersetzlich.

Thema: Gewalt in der Pflege


Das ist nun wirklich ein Tabuthema. So etwas darf es nicht geben…Das wissen Sie, das wünschen Sie sich und so handeln Sie auch…meistens.

Und dann gehen Sie in sich und erinnern sich, ja, auch ich wurde mal laut. Ja, auch ich habe Fr. X ignoriert…bin einfach nicht gleich reingegangen (" die schreit die ganze Zeit so, die kann jetzt mal warten!") Und dann wissen Sie ganz im Innern…das war so nicht in Ordnung… normalerweise mache ich das auch nicht.

In diesem Seminar erfahren Sie: Was ist Gewalt; Formen von Gewalt; Gründe von Gewalt und Aggression in Gesundheitsberufen; Umgang mit " aggressiven" Gefühlen gegenüber zu Begleitenden und was können Sie für sich tun, um in Balance zu bleiben.